Die neuen Hospiz-Begleiter (v.li.): Barbara Wallner, Olga Hartl, Erna Weinmann, Josef Göppinger, Tanja Hauf, Sonja Puchinger, Hospiz-Vereins-Vorsitzende Heidemarie Horenburg, Adele Egner und Sandra Pledl. Foto: Hospizverein Zwiesel-Regen e.V.
Die neuen Hospiz-Begleiter (v.li.): Barbara Wallner, Olga Hartl, Erna Weinmann, Josef Göppinger, Tanja Hauf,Sonja Puchinger, Hospiz-Vereins-Vorsitzende Heidemarie Horenburg, Adele Egner und Sandra Pledl. Foto: Hospizverein Zwiesel-Regen e.V.

Acht Frauen und ein Mann haben beim Hospiz-Verein Zwiesel-Regen die Ausbildung zum Hospizbegleiter absolviert.
Ihre Beweggründe waren unterschiedlich. Während die einen eigene Angehörige gut begleitet in Pflege-
einrichtungen hatten, sahen andere einsame Sterbende oder fühlten sich selbst in einem Abschied von einem lieben Angehörigen gut begleitet.

Letztlich wollte jeder der Interessenten sein Wissen erweitern, um Schwerstkranken und Sterbenden am Lebensende etwas Gutes zu tun. In der Ausbildung, die 80 Unterrichtsstunden umfasste, setzte man sich zunächst mit dem eigenen Lebensweg, den eigenen Begegnungen mit Abschied, Tod und Trauer auseinander. In dieser Phase schon erlebte man die Ausbildungsgruppe offen, vertrauensvoll und wohlwollend. In Partner- und Gruppenarbeiten zeigte sich immer wieder, wie gut jeder Teilnehmer auf die anderen zugehen und sich auf sie einlassen konnte.

In der ersten Kurseinheit wurden Themen wie Entwicklung der Hospizbewegung und Verbreitung des Hospizgedankens, die ehrenamtliche Arbeit in der Hospizbewegung und gesetzliche Grundlagen der ambulanten Hospizdienste behandelt. Danach absolvierte jeder Auszubildende ein 20-stündiges Praktikum in einer pflegerischen Einrichtung wie Krankenhaus, Pflegeheim oder stationärem Hospiz. Hier begegneten sie bereits Menschen, die nur noch eine begrenzte Lebenszeit haben. Einige wurden in dieser Zeit bereits mit dem Tod konfrontiert. Alle traten den zweiten Teil der Ausbildung noch motivierterund neugieriger an. An fünf Wochenenden bearbeitete man die Themen Kommunikation mit Sterbenden, Bedeutung der Biografiearbeit, Spiritualität, ethische Fragen am Lebensende, Palliativmedizin, Bedeutung der Supervision und Selbstsorge sowie Arbeit im Alltag eines Hospizbegleiters. Referenten, die alle aktiv in der Hospizarbeit mitwirken und gekonnt mit mit abwechslungsreichen Unterrichtsmethoden arbeiteten, machten aus der Zeit, in der man viel über den Tod sprach und hörte, einen lebendigen Kurs, aus dem alle Teilnehmer voller Zuversicht auf ihren zukünftigen Weg als Hospizbegleiter schauen.

Nun wurden die neuen Hospizbegleiter feierlich mit guten Wünschen und einem Tanz in den Kreis der Aktiven aufgenommen. Das überreichte Licht ist Symbol dafür, dass die Hospizbegleiter Licht sein wollen für die Menschen am Ende ihres Lebensweges und dass sie dieses Licht weitertragen mögen.