Die Hospizbegleiter des Hospizvereins Zwiesel-Regen e. V. treffen sich jedes Jahr an einem Samstag im November zu ihrer Herbsttagung – einem Tag, an dem man die Arbeit des zurückliegenden Jahres reflektiert, an dem man aber auch versucht, etwas für sich selbst zu tun. In diesem Jahr fiel die Tagung auf den 11.11., den Faschingsbeginn. Was lag da näher, als die Maske als Thema zu wählen?

Zum 1. Teil „Ich schaue in mich“ hatte der Verein Claudia Sommerauer, Psychotherapeutin, Pfarrerin und Supervisorin, eingeladen. Die Teilnehmer setzten sich mit den eigenen Vorlieben beim Verkleiden schon im Kindesalter auseinander und reflektierten, welches  Verhalten daraus resultierte. Sie erfuhren, dass das Wort Maske aus dem Arabischen kommt und in Maskerade erhalten bleibt. Masken dienen neben rituellen und religiösen Zwecken dazu, in andere Rollen zu schlüpfen und diese übernehmen. Dabei wird der, der die Maske trägt, aber immer er selbst bleiben, denn weder eine Maske noch andere Einflüsse machen einen neuen, anderen Menschen. Man kann sich hinter einer Maske teilweise verbergen und mit ihr schützen, um sich selbst nicht bloßzustellen oder sich gänzlich outen zu müssen und sich situationsbezogen verhalten zu können. Die Teilnehmer erarbeiteten auch anhand von Texten, dass man manchmal anders gesehen wird als man sich selbst sieht oder auch als man sich sehen möchte. Es war spannend, die vielfältigen Sichtweisen auf das eigene ich zu sehen.

Claudia Sebralla, Heilerziehungspflegerin und Klangtherapeutin aus Osterhofen, schaffte es mit der ihr eigenen Ruhe, mit zu Umgebung, Wetter und Stimmung passendem Text, Klangschalen und anderen Klanginstrumenten eine harmonische Traumreise zu gestalten, in der die Hospizbegleiter auf sich selbst schauen, tief entspannen und träumen konnten. Ein erholsamer und kraftspendender Ausklang zugleich, dem nur noch das Lob an das Team des Harlachbergs hinzuzufügen ist, wo die Gruppe wieder bestens aufgenommen und versorgt wurde.